Disruptive Zeiten in der wichtigsten deutschen Industrie – eine Branche im Wandel und die Suche nach qualifizierten Fach- wie Führungskräften 4.0.

Jahrzehnte lang hatte sich die (deutsche) Autobranche bei der alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt selbst gefeiert. Diese Zeiten haben sich gravierend geändert. Allerorts Krisengespräche und die Suche nach Lösungen, insbesondere auch für den steigenden Fachkräftemangel, stehen im Vordergrund. Dies betrifft zwangsläufig auch die Zulieferer.

 

„Die Automobilindustrie steht vor dem größten Wandel ihrer Geschichte“, betont Dr. Stefan Wolf, CEO des Zulieferers Elring-Klinger. „Um darin zu bestehen, brauche es Technologieoffenheit und mehr Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.“

 

Das zurückgehende Wirtschaftswachstum in China, dem extrem relevanten Export-Absatzmarkt für die deutschen Hersteller, der bevorstehende Brexit sowie die nach wie vor drohenden US-Strafzölle für europäische Autobauer - rund 1,8 Millionen Arbeitsplätze hängen in Deutschland direkt oder indirekt an der Autoindustrie. Ist der Absatz rückläufig, stehen Tausende von Arbeitsplätzen - alle Hierarchien übergreifend - auf dem Spiel.

 

Ob effiziente und leistungsstarke Motoren, intelligente Antriebssysteme oder neue Werksstoffe für den Karosseriebau, der Ideenreichtum ihrer Ingenieure setzte die deutschen Hersteller an die Weltspitze. Aufgrund der Abgasmanipulation hat sich das Erscheinungsbild drastisch verändert. Der staatlich erheblich subventionierte Elektroantrieb und autonom fahrende Autos einerseits sowie das Car-Sharing, welches sich einer stetig steigenden Beliebtheit erfreut, macht ein eigenes Auto für viele Fahrer irrelevant, gerade bei der jüngeren Generation gilt ein eigener Wagen kaum mehr als Statussymbol. Hinzu kommt die wachsende Klima-Kritik, kommentierte Ulrich Reitz anlässlich der IAA auf n-tv.

 

Das aktuelle Thema „Digitale Transformation“ erinnert an die Notwendigkeit des Wandels unserer Gesellschaft.

 

Ausgehend von der industriellen Revolution vor über 100 Jahren haben lange Zeit Spezialisierung und Arbeitsteilung im Fokus unserer Arbeitswelt gestanden. Diese Zeit ist definitiv zu Ende. Wir erleben vielmehr eine Konvergenz der Branchen. Zu den bisherigen Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital, kommt ein neuer und ganz wesentlicher Faktor - Daten!

 

Der Kern der Digitalisierung (branchen-, bereichs- wie funktionsübergreifend) liegt darin, Daten und deren Wert systematisch zu erheben, zu nutzen und zu vervielfältigen. Es geht um Innovation, Wissen und Fortschritt. Dazu kommt der stetig steigende Bedarf an ausländischen Fach- wie Führungskräften und deren spezifischem Know-how.

 

Wie schwer das Einleben für ausländische Fachkräfte in Deutschland ist, dokumentiert der regelmäßig erscheinende „Expat Insider“ in seiner aktuellen Umfrage der Community Plattform InterNations unter rund 20.000 im Ausland arbeitenden Menschen. In der Kategorie „Eingewöhnung“ landet Deutschland nur auf Platz 60 von 64. Es sei schwierig mit der Kultur zurechtzukommen: die Deutschen seien ganz versessen auf Regeln.

 

So alt bekannt die Kritik auch erscheint, wäre es fatal, diese vorschnell abzutun.

 

Wie der aktuelle Arbeitsmarktreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) darlegt, konnten knapp über die Hälfte der befragten 23.000 Unternehmen offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Kandidaten gefunden haben.

 

Noch vor wenigen Jahren haben ausländische Fach- wie Führungskräfte in den Unternehmen hierzulande eine eher geringe Rolle gespielt. Bis zum heutigen Tage hat sich der Anteil drastisch erhöht. Dabei geraten kompetente Fachkräfte mit spezifischem Know-how außerhalb der EU immer stärker in den Fokus. Entsprechend mehr gewinnt auch zunehmend die interkulturelle Kompetenz stetig an Bedeutung.

 

In der aktuellen veröffentlichen, jährlich erscheinenden Rangliste der Economist Intelligence Unit, in der 140 Städte auf ihre Lebensqualität geprüft wurden, spielten deutsche Städte, laut WELT keine nennenswerte Rolle. Im Jahr 2017 hatte es Hamburg noch in die Top Ten geschafft, aktuell wird die Liste von Wien angeführt.

 

Was bleibt, ist die stetig an Bedeutung gewinnende Erkenntnis, dass es ebenso wichtig ist, die digitale Kompetenz der eigenen Mitarbeiter weiterzuentwickeln und zu fördern, wie auch den rasanten Wandel aktiv anzugehen und mitzugestalten.

 

Wissen ist Macht. Wissen entscheidet aber auch über Macht.

 

Mit diesem Wissen als Mehrwert begleiten wir unsere Kunden auch zukünftig gerne als ihr kompetenter Ansprechpartner auf Ihrem Weg in der digitalen Transformation und bei der Suche und Besetzung nach geeigneten Führungskräften. Deutschlandweit wie auch international über IRC Global Executive Search Partners mit über 80 Büros in 45 Ländern auf 6 Kontinenten.

 

Ihre

Susanne Wagner

 

s.wagner@friedrichs-partner.com

Tel.: +49 (0) 40 – 4192 7933

 

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