„Personalbeschaffung“ - Die alten Handlungsmuster greifen nicht mehr!

 

Die jüngste Innovationserhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) offenbart die drastische Abnahme der einst so hochgelobten Stärke der deutschen Industrie - der technischen Innovation. Demnach können Innovationsprojekte heute aufgrund des Personalmangels überhaupt nicht oder nur mit großen Verzögerungen umgesetzt werden. Angesichts der Tatsache, dass die Industrie von der Neuentwicklung und Innovation neuer Technologien lebt, ist die Situation sehr ernst zu nehmen. Im Besonderen betrifft dies die wirtschaftsstarken Bundesländer, v.a. Bayern und Baden-Württemberg.

 

Was lange Zeit unterschätzt wurde, zeigt nun sein wahres Gesicht mit weitreichenden Auswirkungen in der deutschen Wirtschaft: Die erfolgreiche Stellenbesetzung technischer Fachkräfte, spezialisierter Ingenieure sowie umfassend kompetenter „T-shape“ Manager mit Tiefen-Expertise und generalistischem Überblick wird in Fachkreisen als dramatisch empfunden.

 

Hauptgründe liegen bekannterweise im demographischen Wandel, aber auch in der hohen Anzahl von Ausbildungs- und Studienabbrechern (ca. 25 %). Hinzu kommt, dass deutsche Ingenieure nicht nur in Deutschland sehr begehrt sind, was langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Industriestandorts und damit auch unseren Wohlstand in Frage stellen kann.

 

Betroffen hiervon ist insbesondere der produzierende Mittelstand, der mit höchster Priorität junge Leute von den Chancen der Mitarbeit in den gesuchten Bereichen überzeugen sollte. Bereits beim Thema Berufswahl ist Aufklärung auf breiter Front notwendig.

 

Aber gerade auch erfahrene Mitarbeiter suchen heutzutage attraktive Unternehmen, die großen Wert auf Flexibilität, Work-Life-Balance, Sicherheit und offene Kommunikation legen. Ein freundliches Umfeld ohne allzu hierarchische Strukturen ist oftmals ein gewichtigeres Kriterium als die Größe der Verantwortung an sich. Zeitnahe Rückmeldungen, aufrichtiges persönliches Interesse sowie eine Portion Humor vermitteln den Kandidaten ein attraktiveres Umfeld als allein die Auflistung der geforderten Zuständigkeiten und Erwartungen.

 

Eine transparente und sichtbar gelebte positive Unternehmenskultur ist insofern nicht nur kundenseitig, sondern gerade auch intern im Rahmen der Personalsuche eine entscheidende Voraussetzung im Wettbewerb um die besten Kandidaten.

 

Der Ruf einer Firma definiert sich somit nicht mehr ausschließlich durch das Produkt an sich, sondern durch die Unternehmenskultur und die Arbeitsumgebung. Infolgedessen ist auch das bisher gelebte reine Personal Recruiting nicht mehr ausreichend. Hier greifen die alten Handlungsmuster der Personalbeschaffung einfach nicht mehr. Es geht vielmehr darum, potenzielle neue Mitarbeiter als Individuen zu erfassen, zu begeistern, zu binden und zu entwickeln.

 

Wir bei Friedrichs & Partner stellen uns dieser erweiterten Aufgabe - mehr denn je ist heute ein deutlich differenzierteres Konzept gefragt, welches den Bewerber in den Vordergrund stellt. Hier vollzieht sich gerade flächendeckend ein grundlegender Paradigmenwechsel im Kampf um die besten Mitarbeiter.

 

Dies beginnt bereits bei der Ansprache, Dauer und Qualität der Interviews - welchen Mehrwert erkennt ein potenzieller Bewerber gerade in diesem Unternehmen? Früher bewarben sich viele Bewerber auf eine Position - heute „bewerben“ sich viele Arbeitgeber um den einen passenden „Fit“.

 

Dieses Umdenken, auch „Reverse Recruiting“ genannt, stellt einen Quantensprung in der Personalsuche dar und erfordert von allen Beteiligten - Personalberater und auch Auftraggeber - eine große Sensibilität im Umgang mit hochqualifizierten Bewerbern. Dies gilt für Experten ebenso wie für Führungskräfte der 1. und 2. Führungsebene.

 

Ausschlaggebend in diesem Prozess ist die Begleitfunktion der Personalberatung, die mit großem Einfühlungsvermögen die Bedürfnisse guter Führungskräfte versteht, aufgreift und im stetigen Gespräch den Mehrwert des Arbeitgebers individuell in die Erwartungshaltung des Kandidaten einbettet. Auf diesem Weg nehmen wir als Berater persönlich eine wichtige Mittlerrolle zwischen Unternehmen und Kandidaten ein.

 

Nicht nur den Kandidaten soll das unternehmerische Umfeld individuell nahegebracht werden, sondern auch dem Unternehmen selbst wird eine Dienstleistung angeboten, die über das reine Identifizieren potenzieller Kandidaten weit hinausgeht.

 

Oftmals ergeben sich im gemeinsamen Gespräch kreative, strategisch sinnvolle Positionierungen, die dem Gesamtunternehmen einen Zugewinn ermöglichen. Erst der fortlaufende gegenseitige Austausch ermöglicht dem Personalberater die sehr fein abgestimmte Darstellung des Unternehmens gegenüber potenziellen Kandidaten.

 

Der sensible Personalberater vermittelt den Kandidaten die Vision, Kultur und das ganzheitliche Umfeld des Unternehmens, um hier einen optimalen funktionalen als auch emotionalen Match zu erzielen. Zugleich endet die Beratungsleistung für Kandidaten und Unternehmen nicht bereits bei der erfolgreichen Besetzung einer Position, sondern beinhaltet umfassende Begleitung im Onboarding-Prozess für alle anstehenden Fragen, auch in der Integrationsphase der neu angetretenen Position.

 

Diesen sehr anspruchsvollen „Spagat“ zwischen Unternehmen und Kandidaten erfüllt Friedrichs & Partner mit langjähriger Erfahrung in den unterschiedlichsten Industriesegmenten und vor allem in Verbindung mit einer großen Portion Menschenkenntnis, eigener Führungserfahrung und der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Fragen zur Führung. Unser umfangreiches Beratungsportfolio bietet national wie international verlässliche Strukturen zur langfristig erfolgreichen Stellenbesetzung - gerade auch im heiß umkämpften „Bewerbermarkt“.

 

Gerne unterhalten wir uns mit Ihnen über Ihre spezifischen Themen und Ihren strategischen Management Bedarf und unterstützen Sie als Partner ganz konkret in der optimalen Besetzung Ihrer erfolgskritischen Positionen.

 

Ihr

Michael Kantel

 

m.kantel@friedrichs-partner.com

Tel.: +49 (0) 711 – 21 07 04 10

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