Diese Jahre waren weit mehr als ein berufliches Kapitel. Sie waren eine unternehmerische, kulturelle und menschliche Entdeckungsreise, die meine Sicht auf Leadership, internationale Zusammenarbeit und die Bedeutung vertrauensvoller Partnerschaften nachhaltig geprägt hat.
Der Startpunkt - Ein deutsches Büro im globalen Netzwerk
Mein Weg in der Allianz begann 2006 mit dem Aufbau des Stuttgarter Friedrichs & Partner Büros. Von Beginn an waren wir als deutscher Standort Teil eines internationalen Netzwerks, getragen von Teamgeist, Qualitätsanspruch und dem Ziel, Industriekunden und globalen Technologiekonzernen echten Mehrwert zu liefern.
Geprägt durch meine beruflichen Stationen bei FESTO, Apple, Adobe, Xerox und Pitney Bowes brachte ich Erfahrungen mit, die sich später als wertvoll für meine Arbeit im globalen Kontext erwiesen: internationale Perspektiven, Kundenorientierung und Mut zur Veränderung.
Vom Practice Leader zum Board Member
2011 übernahm ich die Verantwortung für die Global Practice Group Industrial/Production. Über viele Jahre hinweg konnte ich gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen weltweit:
- industrielle Executive-Search-Expertise bündeln
- internationale Projekte koordinieren
- Benchmarks entwickeln
- globale Kundenstrategien formen
2017 erfolgte dann mein Schritt in das Global Executive Board - eine Zeit intensiver Zusammenarbeit, strategischer Führung und persönlicher Entwicklung.
Die prägenden Themen meiner Vorstandszeit
1. Die Transformation zu „Kestria“
Der wohl sichtbarste Meilenstein meiner Amtszeit war der Übergang von IRC zu Kestria:
Ein moderner, global verständlicher Markenauftritt mit klarer Positionierung.
Heute umfasst Kestria über 40 Länder, 90 Städte, 50 Nationalitäten und 40 Sprachen.
Dieses Rebranding war kein kosmetischer Schritt, sondern Ausdruck einer globalen unternehmerischen Gemeinschaft mit gemeinsamen Werten und Ambitionen.
2. Stärkung des globalen Wissensaustauschs
Wir bauten:
- globale Benchmark-Prozesse
- länderübergreifende Projektteams
- Wissensnetzwerke mit Expertise aus Europa, Asien und Amerika
Diese Form globalen Arbeitens war „Collaboration across borders“, lange bevor der Begriff zum Trend wurde.
3. Professionalisierung der Leadership-Advisory-Ansätze
In einer Zeit, in der Executive Search sich stark weiterentwickelte, haben wir früh auf Themen gesetzt wie:
- Cultural-Fit-Analysen
- Leadership Diagnostics
- digitale Suchprozesse
- internationale Talent Intelligence
Gerade während der globalen Pandemie wurden diese Themen zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für unsere Mandanten.
4. Die Auswahl neuer globaler Partner
Eine der anspruchsvollsten und zugleich wichtigsten Aufgaben war die Identifikation und Integration neuer Partnerfirmen.
Wir suchten keine reinen Ländervertretungen, sondern Menschen und Organisationen, die:
- unternehmerisch denken
- hohe Qualitätsmaßstäbe setzen
- kulturelle Vielfalt schätzen
- und die Kestria-DNA authentisch leben
Der Auswahlprozess war intensiv: Gespräche, Workshops, Pilotprojekte, Kultur-Checks und mehrmonatige Integrationsphasen. Diese Aufgabe hat meine interkulturelle Kompetenz und mein Verständnis für globale Leadership-Kulturen entscheidend vertieft.
Menschen und Momente - Das Fundament der Allianz
Was mir besonders in Erinnerung bleibt, sind die zahlreichen Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus über 40 Ländern.
Globale Board Meetings, Summits, gemeinsame Projekte - hier entstanden Vertrauen, Wertschätzung und echte Freundschaften.
Aus vielen verteilten Büros wurde ein lebendiges, zusammenhaltendes Netzwerk.
Was Führung wirklich bedeutet - Erkenntnisse aus Lehre und Praxis
Parallel zu meiner Vorstandstätigkeit prägte mich meine Rolle als Lehrbeauftragter an der Baden-Württemberg Cooperative State University (DHBW) Stuttgart. Hier trafen internationale Leadership-Erfahrungen auf junge Talente, die wissen wollten, was „gute Führung“ eigentlich ausmacht.
Meine Erkenntnis aus all den Jahren:
Leadership beginnt nicht mit einer Position, sondern mit einer Entscheidung: Verantwortung zu übernehmen, Orientierung zu geben und Menschen wachsen zu lassen.
Diese Haltung hat sowohl meine Arbeit im Hörsaal als auch im Kestria-Vorstand geprägt.
Was diese acht Jahre für Friedrichs & Partner / KESTRIA Germany bedeuten
Die intensive Arbeit an globalen Themen hat unsere Position als deutscher Partnerstandort messbar gestärkt:
- geschärfte Identität und Werte
- stärkeres internationales Wertversprechen
- präzisere Markt- und Talentanalysen
- bessere kulturelle Einschätzungen
- reibungslosere internationale Zusammenarbeit
Wir wurden nicht nur als deutscher Standort wahrgenommen, sondern als aktive gestaltende Kraft innerhalb der Allianz.
Ausblick - Die Reise geht weiter
Auch wenn meine Zeit im Executive Board 2025 endete, bleibe ich der Allianz eng verbunden - als Partner von Friedrichs & Partner, als Teil des deutschen Teams, als Berater, als Lehrender.
Mit Stolz blicke ich auf das Erreichte - und mit Freude auf das, was noch kommt.