30 bis 40 % Fluktuationsrisiko - von Vertragsunterschrift bis Ende der Probezeit!

Veröffentlicht
23. März 2026
30 bis 40 % Fluktuationsrisiko - von Vertragsunterschrift bis Ende der Probezeit!
Diese Zahl überrascht viele Unternehmen. Warum Preboarding und Onboarding deshalb entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Besetzung sind und wie strukturierte Touchpoints Stabilität schaffen können.

„Job Ghosting“ - schon lange ein Phänomen

Schätzen Sie einmal, wie viele Beschäftigte einen neuen Job gar nicht erst antreten?

Mehr als 10 % (etwa jede/r Zehnte!) erscheinen trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag am ersten Arbeitstag nicht - das bezeichnet man als Job Ghosting. (Quelle: Haufe)

Für Unternehmen bedeutet das: Der Recruiting-Prozess beginnt im Zweifel erneut. Zeit, Budget und Managementaufmerksamkeit wurden bereits investiert - und dennoch bleibt die Position unbesetzt.

Doch damit endet das Risiko noch nicht.

 

Frühfluktuation in den ersten Monaten

Selbst wenn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich starten, folgt eine zweite kritische Phase.

Studien zeigen, dass bis zu 20 % der Fluktuation bereits in den ersten 45 Tagen eines Arbeitsverhältnisses auftreten können. (Quelle: Harvard Business Review)

Weitere Untersuchungen zeigen, dass bis zu 30 % der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der ersten 90 Tage wieder kündigen. (Quelle: Clickboarding Onboarding Research)

Betrachtet man den gesamten Zeitraum zwischen Vertragsunterschrift und den ersten Monaten im neuen Job, ergibt sich ein bemerkenswertes Bild.

Das kumulierte Risiko einer Stellenbesetzung kann in den ersten sechs Monaten rund 30 - 40 % betragen.

Viele Unternehmen unterschätzen diese kritische Phase erheblich. 

Dabei sind die wirtschaftlichen Folgen offensichtlich: Die Suche muss neu gestartet werden, Teams bleiben länger unterbesetzt und wichtige Projekte verzögern sich.

 

Besonders relevant bei Führungspositionen

In der Executive Search ist diese Situation besonders ausgeprägt.

Viele Kandidatinnen und Kandidaten haben Kündigungsfristen zwischen 3 und 6 Monaten. Zwischen Vertragsunterschrift und tatsächlichem Eintrittstermin liegt also häufig ein langer Zeitraum.

In dieser Phase können viele Faktoren die Entscheidung doch noch mal beeinflussen:

  • Gegenangebote des bisherigen Arbeitgebers
  • Angst vor dem Wechselrisiko
  • Zweifel an der neuen Rolle
  • fehlender Kontakt zum neuen Unternehmen
  • Veränderungen im persönlichen Umfeld


Hinzu kommt, dass Führungskräfte ihren Wechsel meist sehr sorgfältig abwägen. 

Sie verlassen ein vertrautes Umfeld, ein bestehendes Netzwerk und häufig auch eine stabile Position. Wenn in dieser Übergangsphase Unsicherheit entsteht, kann sich die ursprüngliche Wechselentscheidung schnell wieder umkehren.

Daher legen wir so großen Wert auf das Preboarding vor dem Start in der neuen Rolle.

 

Preboarding beginnt mit der Vertragsunterschrift

Wir arbeiten mit einem sehr strukturierten und systematischen Preboarding-Prozess.

Direkt nach der Vertragsunterschrift beginnt eine Phase strukturierter Begleitung.

Wir halten den persönlichen Kontakt zu unseren Kandidatinnen und Kandidaten bewusst eng und arbeiten mit klar definierten Touchpoints. Diese regelmäßigen Gespräche sorgen dafür, dass Fragen früh geklärt werden und mögliche Unsicherheiten gar nicht erst entstehen.

Gerade in längeren Kündigungsphasen zeigt sich, wie wichtig dieser kontinuierliche Austausch ist. In dieser Zeit arbeiten unsere Kandidatinnen und Kandidaten noch im bisherigen Unternehmen, stehen möglicherweise unter Druck und erleben nicht selten Gegenangebote.

Hier hilft es enorm, uns als verlässlichen Ansprechpartner zu haben.

 

Persönliche Touchpoints schaffen Stabilität

Unsere Erfahrung zeigt, dass strukturierte Touchpoints eine wichtige stabilisierende Wirkung haben.

Sie ermöglichen es,

  • offene Fragen zu klären
  • Erwartungen zu synchronisieren
  • mögliche Risiken früh zu erkennen
  • Sicherheit in einer Übergangsphase zu schaffen


Vor allem aber entsteht durch den regelmäßigen Dialog Vertrauen.

Kandidatinnen und Kandidaten wissen, dass sie während dieser sensiblen Phase nicht allein sind, sondern Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner haben, die erreichbar sind und Orientierung geben.

Dieser kontinuierliche Austausch sorgt dafür, dass mögliche Probleme früh sichtbar werden und rechtzeitig adressiert werden können.

 

Onboarding entscheidet über den langfristigen Erfolg

Mit dem ersten Arbeitstag geht unsere Begleitung in die nächste Phase, in das Onboarding.

Die ersten Wochen im neuen Unternehmen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Besetzung. 

Gerade in dieser Phase werden Erwartungen mit der Realität abgeglichen: Wie funktioniert die Organisation? Wie arbeitet das Team? Welche Prioritäten setzt das Management?

Untersuchungen zeigen, dass ein strukturiertes Onboarding die Mitarbeiterbindung erheblich verbessern kann und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schneller produktiv werden. 

Quellen: Brandon Hall Group – The Business Impact of Best-in-Class Onboarding, Harvard Business Review – To Retain New Hires, Spend More Time Onboarding Them, SHRM Onboarding Research.


Auch im Onboarding arbeiten wir mit klar vereinbarten Touchpoints.

Diese Gespräche helfen dabei,

  • erste Eindrücke einzuordnen
  • mögliche Irritationen früh anzusprechen
  • den Übergang in die neue Organisation zu begleiten

Gerade in den ersten Wochen können kleine Unsicherheiten schnell wachsen, wenn sie nicht adressiert werden.

 

Ein positiver Effekt für Unternehmen

Unsere persönliche Begleitung wird von Kandidatinnen und Kandidaten sehr geschätzt.

Gleichzeitig entsteht daraus ein positiver Halo-Effekt für den neuen Arbeitgeber.

Die professionelle Begleitung im Preboarding und Onboarding wird unmittelbar mit dem Unternehmen verbunden, bei dem die neue Rolle angetreten wird.

Davon profitieren unsere Kundinnen und Kunden direkt.

Ein strukturierter Prozess sorgt also nicht nur für mehr Stabilität in der Übergangsphase, sondern stärkt auch die Wahrnehmung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber.

 

Fazit: Der Erfolg einer Besetzung entscheidet sich nach der Vertragsunterschrift

Eine Stellenbesetzung ist mit der Vertragsunterschrift nicht abgeschlossen. In vielen Fällen beginnt die kritischste Phase erst danach.

Genau deshalb sind Preboarding und Onboarding kein administrativer Prozess, sondern ein entscheidender Teil erfolgreicher Besetzungen.

Durch unseren Prozess schaffen wir es dauerhaft, aus dem 30 - 40 % Risiko (Job Ghosting und Frühfluktuation) nur noch ein 1 % Risiko zu machen. 

99 % unserer Kandidatinnen und Kandidaten treten nicht nur den neuen Job an, sondern bleiben auch über das Ende der Probezeit hinaus bei unseren Kundinnen und Kunden. 

Meist machen unsere Kandidatinnen und Kandidaten auch noch weiter Karriere bei unseren Kundinnen und Kunden.

Darauf sind wir besonders stolz.